Rückblick: Assessment-Center in Stuttgart

Workshop mit AKAD-Dozentin Annette Wegner – ein Erfahrungsbericht

Eine Einladung zum Assessment-Center? Zwangsläufig drängen sich mir Fragen auf wie: Macht das heutzutage eigentlich noch jemand? Kann man damit wirklich den optimalen Mitarbeiter herausfinden?

Nun, die Fakten sprechen für sich. Eine Einladung zum AC liegt mir vor und wie sich herausstellt, ist es ein noch immer gern eingesetztes Bewerberauswahlmedium. Vor allem bei Führungspositionen oder Schlüsselrollen scheint es vielfach angewendet zu werden, weil bei diesen Positionen sichergestellt sein muss, dass nicht Derjenige eingestellt wird, der sich gut in Szene setzen kann, sondern der Bewerber, der fachlich das hält, was er verspricht und der in das Team passt.

In einem AC werden die potentiellen Kandidaten bewusst unter Stress gesetzt. Ein Verstellen ist nicht möglich. Daher wird sich der Kandidat so zeigen (müssen), wie er wirklich ist. Und genau dann heißt es "Vorhang auf" für die wahren Charakterzüge eines Bewerbers!

"Oh wie spannend" dachte ich mir.

Da es scheinbar Möglichkeiten gibt, sich auf ein AC vorzubereiten bin ich letztendlich mit nur einer Kernfrage in den Workshop gestartet: Habe ich eine Chance in die nächste Bewerberrunde zu kommen, wenn ich mich im AC gebe, wie ich wirklich bin?

      

Der Tag war wirklich aufregend, die Einzelaufgaben zeitlich extrem knapp bemessen und die Gruppenaufgaben gaben Raum für zahlreiche Überraschungen. Denn bekanntlich ist jeder Mensch anders. Da hieß es flexibel und sich selbst treu bleiben. Die Auswertung ergab, dass es bei den einzelnen Aufgaben kein "richtig" oder "falsch" gibt, sondern nur die Antworten darauf, wie ein Kandidat mit einer Aufgabe umgeht und wie er sich unter Stress verhält.

Nach dem Workshop kann ich mir meine Frage beantworten und nehme zwei Erfahrungen mit: Erstens bleibe ich wie ich bin, denn bei allen fachlichen Aspekten gehört immer noch Sympathie dazu, ob ein Bewerber eine Stelle bekommt oder nicht und zweitens werde ich die Wartezeiten zwischen den Aufgaben für Entspannung und Spaziergänge nutzen, um neue Impulse zu erhalten. Denn der Tag ist sehr anstrengend und die "eigene Frische", die man zu Beginn mitbringt, kann schnell verfliegen.

Herzliche Grüße und auf bald sagt
Kristin Beuke-Jesse

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