"Ich als Führungskraft" - Orientierungshilfen für Führungseinsteiger/innen

Ende September fand in den Räumen der AKAD in Stuttgart erstmals der Workshop „Ich als Führungskraft – Orientierungshilfen für Führungseinsteiger/innen statt. Einen ganzen Tag lang setzten sich die neun Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus verschiedensten Branchen mit dem Thema „Führung als sozialer Rolle“ auseinander.

Theoretische Führungsstile und daraus ableitbares Führungsverhalten wurden in Beziehung gesetzt zu „den Geführten“. Welchen Mitarbeiter/innen begegne ich als Führungskraft und worin unterschieden diese sich hinsichtlich ihrer Leistungsbereitschaft und ihres Leistungsvermögens? Aus der gemeinsamen Betrachtung der sog. „Skill-Will-Matrix“, in der diese beiden Einflussgrößen miteinander in Beziehung gesetzt werden, ergibt sich für viele Situationen des beruflichen Alltags die Konsequenz „Es kommt darauf an!“

Dass angemessenes und flexibles Führungsverhalten nicht nur von der spezifischen Situation und vom jeweiligen Mitarbeiter bestimmt wird, sondern zudem auch von den verschiedenen, der Führungskraft zugeschriebenen Rollen, erarbeiteten und diskutierten die Teilnehmer/innen in Kleingruppen unter der Motto „Das Rollenatom“. Diese Standortbestimmung kann dazu beitragen die eigene Reflexionsfähigkeit zu stärken und zu vermeiden, in die ein oder andere „Führungsfalle“ zu tappen.

Weitere Aspekte waren die Trennung der zukünftigen Arbeit als Führungskraft in fachliche Aufgaben versus Führungsaufgaben und somit im Spannungsfeld von Leadership und Management. Und als eines der wichtigsten Werkzeugte der Führungskraft wurde auch kurz ein dreistufiges Modell zum Feedback-Geben vorgestellt. Nicht zuletzt haben die Teilnehmenden während der Veranstaltung die Anwendungen und Konsequenzen auf ihre eigene Führungspraxis diskutiert und so den Erfahrungsaustausch gefördert.

Aus den Rückmeldungen der Teilnehmer/innen wurde erkennbar, dass weitere Veranstaltungen dieses Formates wünschenswert sind. Zum einen um vertieft konkretes Verhalten in der Praxis anhand von Fallbeispielen - im Sinne der kollegialen Beratung als strukturiertem Format - üben und reflektieren zu können. Zum anderen um spezielle Situationen – Kritikgespräche, Teamsteuerung u. ä. – fundiert bewerkstelligen zu können.

Auszüge aus den Feedbackbögen:
• „Der Workshop hat Spaß gemacht“
• „guter Praxisbezug“
• „Kurzweilige Moderation“
• „Theorie und Praxis ausgewogen“

Stephanie Oehler, Mainz